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kostenlose Beratung zur Tierernährung und Tiergesundheit durch unsere Tierheilpraktikerin Jaqueline Hawighorst
Was uns Haut und Fell über die Gesundheit unseres Hundes verraten
Die Haut – ein Hochleistungsorgan

Bei der Haut spricht man von dem Spiegel der Seele. Dies gilt nicht nur im emotionalen und psychischen Bereich, die Haut zeigt uns vor allem auch, wie es um das physische Befinden unseres Tieres steht.




Wodurch entstehen fütterungsbedingte Hautveränderungen?

Durch minderwertige Fertigfutter produzierte Hauterkrankungen werden immer häufiger bei unseren Haushunden angetroffen. Gerade die Haut ist ein Spiegelbild der Gesundheit des Hundes und zeigt sofort sichtbare Veränderungen an, vor allem vermehrte Schuppung, stumpfes und/oder mattes Fell, Haarbruch, vermehrten Haarausfall bis hin zu den sogenannten „Hot spots“. Dies sind meist runde Flecken auf der Haut mit hochgradigen Entzündungserscheinungen wie Rötung und Schwellung und schließlich Eiterung. Hot spots sind mit hochgradigem Juckreiz verbunden und können sich schlagartig über große Areale der Haut ausbreiten.

Wodurch entstehen nun diese fütterungsbedingten Hautveränderungen?


1. Minderwertiges Eiweiß

Minderwertige Eiweiße resultieren aus verarbeiteten Fleischabfällen der Kategorie 3. Das heißt: hier werden vor allem Klauen, Federn, Schnäbel, Häute, Borsten, Hörner und sonstige Abfälle verwendet.
In diesen Abfällen fehlen aber natürliche essentielle Aminosäuren. Dies sind Eiweißbausteine, die der Organismus nicht selbst herstellen kann, d.h. die über die Nahrung zugeführt werden müssen. In natürlicher Form geschieht dies in Form von hochwertigen Ölen, wie z. B. Lachsölen.

Ein Zusatz von synthetischen Aminosäuren wirkt sich dahingehend negativ für den Hund aus, dass sie nicht annähernd die biologische Vielfalt der natürlichen Aminosäuren besitzen und es dadurch logischerweise zu Mangelerscheinungen kommen kann.
Auch der vom Konsumenten für aussagekräftig gehaltene Rohproteingehalt sagt nichts über die Qualität des verarbeiteten Eiweißes aus. Auch aus alten Schuhsohlen kann man einen Rohproteingehalt von 24% erhalten!
Es kommt also darauf an, was für Rohstoffe verwendet werden, und dazu gehören nun mal in erster Linie Muskelfleisch sowie Knorpel, Knochen und Innereien.
In einem hochwertigen Futter sollten demnach die Rohstoffe so hochwertig sein, dass nicht mit synthetischen Aminosäuren (Lysin...) aufgewertet werden muss.



2. Minderwertige Fette

Ein gutes Hundefutter sollte einen hohen Gehalt an ungesättigten Fettsäuren enthalten, die in  hochwertigen Fetten wie beispielsweise Distelöl, Sonnenblumenkernöl und Lachsöl etc. vorkommen.
In vielen Hundefuttersorten werden aber Frittierfette oder andere minderwertige Fette (Abfälle aus der Industrie) verarbeitet. Hier kommt es natürlich zu einem Mangel an essentiellen Fettsäuren, was sich in hartnäckigen Haut- und Fellveränderungen widerspiegelt.
Daher sollte bei einem hochwertigen Futter genau darauf geachtet werden, welche Fette enthalten sind.



3.Synthetische Vitamine

Durch starkes Erhitzen bei der Herstellung werden die natürlichen Vitamine vernichtet.
Um das zu kompensieren, werden den Futtermitteln synthetische Vitamine zugesetzt, die aber in keinem Fall die Vielfalt der natürlichen Vitamine ersetzen können. Beispielsweise existieren in der Natur über 40 verschiedene Vitamin E- Varianten. Aber nur ein Vitamin E kann synthetisch nachgebaut werden.
Die Produktion der synthetischen Vitamine erfolgt mittels gentechnisch veränderter Bakterien.
Hier ist demnach nichts mehr natürlich.
Synthetische Vitamine überschwemmen den Organismus und gelangen ohne Barriere sofort ins Blut. Damit können sie leicht eine Überversorgung (Hypervitaminose) hervorrufen. Auch stören zu viele synthetische Vitamine das hochkomplizierte Zusammenspiel der einzelnen Vitamine untereinander sowie die Aufnahme bestimmter Spurenelemente wie beispielsweise Zink, das besonders für die Haut sehr wichtig ist. Liegt ein Zinkmangel vor, kann es zu vermehrter Schuppenbildung, vermehrter Talgproduktion sowie Hautentzündungen kommen. Es können durch synthetische Vitamine aber nicht nur Überversorgungen und Mängel auftreten, sondern auch Allergien, die sich wiederum in Fell- und Hautveränderungen bemerkbar machen.
Bei einem artgerechten Futter ist somit vor allem darauf zu achten, dass weder künstliche Aroma- und Konservierungsstoffe noch künstliche Antioxydantien sowie künstliche Vitaminzusatze enthalten sind.
An der Deklaration auf den Futtersäcken kann man das sehr gut erkennen. Man achtet auf den Gehalt an Zusatzstoffen. Werden hier Vitamine aufgeführt, sind diese in synthetischer Form zugeführt. Einem artgerechten „natürlichen“ Futter werden zusätzliche Vitamine und Spurenelemente ausschließlich in Form von Kräutern, Keimlingen oder Ölen zugesetzt.


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Attila vom Wildweibchenstein



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